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	<title>Helga Wiesmann</title>
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	<description>Wieder gesund sein. Praxis für Naturheilkunde.</description>
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		<title>Was ist Histamin? Und wie wirkt es im Körper?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Patientinnen haben irgendwann den Eindruck, ihr Körper reagiere auf alles. Ein Glas Rotwein führt zu Kopfschmerzen. Bestimmte Lebensmittel verursachen Hautreaktionen oder Verdauungsprobleme. Der Zyklus verläuft unruhig, Migräne tritt häufiger auf. Und immer wieder fällt dabei ein Begriff: Histamin. Doch was ist Histamin? Histamin ist nicht „böse“ Nicht selten entsteht daraus die Vorstellung, Histamin sei  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/04/16/was-ist-histamin-und-wie-wirkt-es-im-koerper/">Was ist Histamin? Und wie wirkt es im Körper?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Patientinnen haben irgendwann den Eindruck, ihr Körper reagiere auf alles. Ein Glas Rotwein führt zu Kopfschmerzen. Bestimmte Lebensmittel verursachen Hautreaktionen oder Verdauungsprobleme. Der Zyklus verläuft unruhig, Migräne tritt häufiger auf. Und immer wieder fällt dabei ein Begriff: Histamin. Doch was ist Histamin?</p>
<h2 data-start="337" data-end="715">Histamin ist nicht „böse“</h2>
<p data-start="337" data-end="715">Nicht selten entsteht daraus die Vorstellung, Histamin sei etwas Problematisches, das man möglichst meiden sollte. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Histamin gehört zu den körpereigenen Substanzen, ohne die zentrale Funktionen überhaupt nicht möglich wären. Es handelt sich um einen Botenstoff, der im gesamten Organismus aktiv ist und dort vielfältige Aufgaben übernimmt.</p>
<p data-start="717" data-end="1075">Gebildet wird Histamin aus der Aminosäure Histidin. Es wird im Körper gespeichert, vor allem in sogenannten Mastzellen, und bei Bedarf freigesetzt. Zusätzlich nehmen wir Histamin auch über die Nahrung auf, denn es kommt in vielen Lebensmitteln natürlicherweise vor. Zudem entwickelt sich Histamin durch die Lagerung von Lebensmitteln, zum Beispiel von Fleisch oder Fisch. Entscheidend ist nicht, ob Histamin vorhanden ist, sondern wie der Körper damit umgeht.</p>
<h2 data-start="1077" data-end="1585">Histamin ist überall</h2>
<p data-start="1077" data-end="1585">Im Immunsystem spielt Histamin eine wichtige Rolle bei Abwehrreaktionen. Wird der Körper mit potenziell schädlichen Stoffen konfrontiert, sorgt Histamin unter anderem dafür, dass sich Blutgefäße erweitern und die Durchblutung zunimmt. Das Gewebe wird besser versorgt, Immunzellen gelangen schneller an den Ort des Geschehens. Die typischen Symptome, die viele mit Histamin verbinden, wie Rötung, Schwellung oder Juckreiz, sind Ausdruck dieser Schutzreaktion. Sie zeigen, dass der Körper aktiv reagiert.</p>
<p data-start="1587" data-end="1931">Im Nervensystem wirkt Histamin als Neurotransmitter und beeinflusst unter anderem Wachheit, Aufmerksamkeit und den Schlaf. Ein ausgewogener Histaminhaushalt trägt dazu bei, dass der Tag-Nacht-Rhythmus stabil bleibt. Veränderungen können sich daher auch auf Schlafqualität, innere Unruhe oder Konzentration auswirken.</p>
<p data-start="1933" data-end="2298">Im Magen-Darm-Trakt regt Histamin die Produktion von Magensäure an und unterstützt die Verdauung. Gleichzeitig beeinflusst es die Beweglichkeit des Darms. Damit ist es direkt daran beteiligt, wie gut Nahrung aufgeschlossen und weitertransportiert wird. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, können Beschwerden wie Völlegefühl, Durchfall oder Krämpfe entstehen. Auch die Darmbarriere steht in enger Verbindung mit Histamin. Eine gestörte Schleimhaut kann dazu beitragen, dass Histamin leichter in den Körper gelangt und gleichzeitig sensibler auf Reize reagiert.</p>
<p>Auch im Herz-Kreislauf-System ist Histamin gefragt. Es wirkt gefäßerweiternd und beeinflusst den Blutdruck sowie die Durchblutung. Das erklärt, warum manche Menschen bei erhöhtem Histaminspiegel Symptome wie Herzklopfen, Schwindel oder Hitzegefühle erleben.</p>
<p>Stress hat ebenfalls einen direkten Einfluss auf den Histaminhaushalt. Unter körperlicher oder emotionaler Belastung wird vermehrt Histamin freigesetzt. Gleichzeitig kann Stress den Abbau beeinträchtigen. Auf diese Weise entsteht schneller ein Ungleichgewicht. Viele Patientinnen beobachten deshalb, dass sich Beschwerden gerade in stressreichen Phasen verstärken oder überhaupt erst auftreten.</p>
<h2 data-start="2557" data-end="2919">Schwer zu fassen</h2>
<p data-start="2557" data-end="2919">Diese Vielzahl an Wirkungsorten macht verständlich, warum Histamin mit so unterschiedlichen Beschwerden in Verbindung gebracht wird. Es ist nicht auf ein einzelnes Organ beschränkt, sondern wirkt immer im Zusammenspiel verschiedener Systeme. Ein und derselbe Botenstoff kann daher ganz unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, je nachdem, wo im Körper er aktiv wird.</p>
<p data-start="2921" data-end="3358">Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Histamin seine Wirkung über verschiedene Andockstellen entfaltet, die sich in unterschiedlichen Geweben befinden. Dadurch entstehen je nach Ort ganz verschiedene Effekte. Während es im einen Bereich entzündliche Prozesse unterstützt, beeinflusst es an anderer Stelle den Schlaf oder die Verdauung. Für Betroffene wirkt das oft widersprüchlich, ist aber Ausdruck einer fein abgestimmten Regulation.</p>
<h2 data-start="3360" data-end="3786">Histaminintoleranz?</h2>
<p data-start="3360" data-end="3786">Wenn von einer Histaminproblematik die Rede ist, geht es deshalb selten darum, dass einfach zu viel Histamin vorhanden ist. Häufiger liegt eine Störung im Gleichgewicht vor. Das kann verschiedene Ursachen haben. Der Körper setzt vermehrt Histamin frei, etwa durch Stress oder hormonelle Veränderungen. Oder der Abbau funktioniert nicht ausreichend. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Histamin kann eine Rolle spielen.</p>
<p data-start="3788" data-end="4141">Gerade bei Frauen zeigt sich häufig, wie eng Histamin mit hormonellen Prozessen verknüpft ist. Die natürlichen Schwankungen im Zyklus können Einfluss darauf nehmen, wie viel Histamin freigesetzt wird oder wie stark der Körper darauf reagiert. Das kann erklären, warum Beschwerden wie Migräne, Hautreaktionen oder innere Unruhe zum Beispiel während der Tage vor den Tagen verstärkt auftreten.</p>
<p data-start="4143" data-end="4443">Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Histamin so oft im Zusammenhang mit ganz unterschiedlichen Symptomen genannt wird. Es ist aber kein isolierter Auslöser, sondern Bestandteil komplexer Zusammenhänge im Körper. Wer beginnt, sie zu verstehen, kann die eigenen Beschwerden häufig besser einordnen.</p>
<p data-start="4445" data-end="4744" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Histamin ist also kein Gegner, den es zu vermeiden gilt. Es ist ein wichtiger Bestandteil der körpereigenen Regulation. Entscheidend ist, dass Produktion, Wirkung und Abbau im Gleichgewicht stehen. Genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wenn der Körper aus dem Lot zu fallen scheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Sie haben eine Histaminintoleranz? Oder vermuten, Sie hätten eine? Dann rufen Sie mich gerne an: 0681 97059594</h4>
<p>Und hier noch ein Link zum weiterlesen:</p>
<p><a href="https://helga-wiesmann.de/2026/01/30/was-moderne-stuhldiagnostik-ueber-den-darm-verraet/">https://helga-wiesmann.de/2026/01/30/was-moderne-stuhldiagnostik-ueber-den-darm-verraet/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/04/16/was-ist-histamin-und-wie-wirkt-es-im-koerper/">Was ist Histamin? Und wie wirkt es im Körper?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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		<title>Was hat die Darmbarriere mit Histamin zu tun?</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/04/15/was-hat-die-darmbarriere-mit-histamin-zu-tun/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 11:41:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Patientinnen und Patienten kommen mit der Vermutung in die Praxis, sie hätten eine Histaminintoleranz. Bestimmte Lebensmittel werden nicht mehr vertragen, Beschwerden treten scheinbar plötzlich auf, und oft entsteht der Eindruck, dass der Körper immer empfindlicher reagiert. Was dabei leicht in den Hintergrund gerät: Histamin ist in vielen Fällen nicht die eigentliche Ursache, sondern eher  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/04/15/was-hat-die-darmbarriere-mit-histamin-zu-tun/">Was hat die Darmbarriere mit Histamin zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Patientinnen und Patienten kommen mit der Vermutung in die Praxis, sie hätten eine Histaminintoleranz. Bestimmte Lebensmittel werden nicht mehr vertragen, Beschwerden treten scheinbar plötzlich auf, und oft entsteht der Eindruck, dass der Körper immer empfindlicher reagiert. Was dabei leicht in den Hintergrund gerät: Histamin ist in vielen Fällen nicht die eigentliche Ursache, sondern eher ein Hinweis darauf, dass an anderer Stelle etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.</p>
<p>Ein zentraler Ort, an dem dieses Gleichgewicht entsteht, und auch verloren gehen kann, ist der Darm.</p>
<h2>Der Darm als Schutzbarriere</h2>
<p>Der Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan. Er bildet eine Art Grenzfläche zwischen der Außenwelt und dem Inneren des Körpers. Alles, was gegessen wird, muss diese Grenze passieren. Gleichzeitig entscheidet der Darm sehr genau, was aufgenommen wird und was nicht. Diese Aufgabe übernimmt die sogenannte Darmbarriere. Sie besteht aus einer fein abgestimmten Kombination aus Schleimschicht, Schleimhautzellen, Immunabwehr und Darmflora. Solange dieses System stabil arbeitet, gelangen Nährstoffe gezielt in den Körper, während unerwünschte Stoffe weitgehend abgewehrt werden.</p>
<p>Problematisch wird es dann, wenn diese Barriere an Stabilität verliert. Die Verbindungen zwischen den Zellen der Darmschleimhaut können sich lockern, die Schutzfunktion wird schwächer. In der Folge gelangen vermehrt Substanzen in den Körper, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Dieser Zustand wird häufig als „durchlässiger Darm“ beschrieben, auch wenn es sich dabei nicht um echte Lücken handelt, sondern um eine veränderte Regulation.</p>
<h2>Histamin aus dem Gleichgewicht</h2>
<p>In diesem Zusammenhang spielt Histamin eine besondere Rolle. Histamin ist kein Fremdstoff, sondern ein körpereigener Botenstoff, der an vielen Prozessen beteiligt ist, unter anderem an der Immunabwehr, an Entzündungsreaktionen und an der Regulation der Magensäure. Auch im Darm selbst ist Histamin ganz normal vorhanden. Entscheidend ist daher nicht, ob Histamin da ist, sondern wie der Körper damit umgeht.</p>
<p>Wenn die Darmbarriere gestört ist, kann mehr Histamin aus dem Darm in den Körper übertreten. Gleichzeitig verändert sich häufig auch die Aktivität des Enzyms, das für den Abbau von Histamin verantwortlich ist. Dieses Enzym, die Diaminoxidase, wird direkt in der Darmschleimhaut gebildet. Es sorgt dafür, dass Histamin bereits vor dem Eintritt in den Körper weitgehend abgebaut wird.</p>
<p>Ist die Darmschleimhaut jedoch gereizt, entzündet oder anderweitig belastet, kann die Bildung dieses Enzyms nachlassen. Das bedeutet, dass Histamin schlechter abgebaut wird und in größerer Menge zur Verfügung steht. Die Folge sind Reaktionen, die viele Betroffene dann als „Unverträglichkeit“ erleben.</p>
<p>Auffällig ist dabei, dass sich die Beschwerden oft nicht eindeutig einem bestimmten Lebensmittel zuordnen lassen. Mal wird etwas vertragen, mal nicht. An manchen Tagen scheint der Körper stabil zu reagieren, an anderen reichen schon kleine Auslöser aus. Dieses schwankende Bild passt weniger zu einer klassischen Unverträglichkeit und vielmehr zu einem System, das insgesamt empfindlicher geworden ist. Dazu kommt: Auch hormonelle Schwankungen können die Histaminverarbeitung beeinflussen. Ein Zusammenhang, der vor allem bei Frauen häufig eine Rolle spielt</p>
<p>Hinzu kommt, dass Histamin selbst wiederum Einfluss auf die Durchlässigkeit von Geweben hat. Das bedeutet, dass ein erhöhter Histaminspiegel die Situation zusätzlich verstärken kann. Es entsteht ein Kreislauf, in dem sich Reizung der Darmschleimhaut, verminderter Abbau und erhöhte Reaktionsbereitschaft gegenseitig beeinflussen.</p>
<h2>Verträglichkeit? Der Darm entscheidet</h2>
<p>In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass eine rein auf Ernährung ausgerichtete Strategie oft nicht ausreicht. Natürlich kann es sinnvoll sein, vorübergehend histaminreiche Lebensmittel zu reduzieren, um das System zu entlasten. Entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung ist jedoch, die Situation im Darm selbst zu berücksichtigen.</p>
<p>Wenn sich die Darmschleimhaut stabilisiert, sich das Gleichgewicht der Darmflora verbessert und die enzymatische Aktivität wieder zunimmt, verändert sich häufig auch die Verträglichkeit. Lebensmittel, die zuvor Probleme bereitet haben, werden wieder besser toleriert. Beschwerden nehmen ab oder verschwinden ganz.</p>
<p>Das erklärt auch, warum viele Betroffene im Verlauf berichten, dass sich ihr Zustand verändert, nicht nur in Abhängigkeit von dem, was sie essen, sondern auch in Bezug auf Stress, Infekte, Medikamente oder hormonelle Veränderungen. All diese Faktoren können Einfluss auf die Darmbarriere nehmen und damit indirekt auch auf den Histaminstoffwechsel.</p>
<p>Der Blick auf den Darm eröffnet damit eine andere Perspektive. Histamin wird nicht mehr nur als Auslöser gesehen, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs. Für viele Patientinnen und Patienten ist das zunächst ungewohnt, oft aber auch entlastend. Denn es bedeutet, dass der Körper nicht einfach „überempfindlich“ ist, sondern dass es erklärbare Mechanismen gibt. Und damit auch Ansatzpunkte, etwas zu verändern.</p>
<p>Die Darmbarriere ist kein starres System. Sie reagiert auf Einflüsse von außen und innen, und sie hat die Fähigkeit, sich zu regenerieren. Genau darin liegt eine wichtige Chance. Wenn es gelingt, den Darm zu stabilisieren, beruhigt sich häufig auch die Reaktion auf Histamin, und das gesamte System kommt wieder mehr ins Gleichgewicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn Sie denken, Sie sind von einer Histaminintoleranz betroffen, sind Sie bei mir in guten Händen. Rufen Sie gerne an: 0681/97059594</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<p><a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/">https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/</a></p>
<p><a href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0901-2481">https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0901-2481</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/04/15/was-hat-die-darmbarriere-mit-histamin-zu-tun/">Was hat die Darmbarriere mit Histamin zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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		<title>Allergien und Darm. Der Bauch entscheidet mit.</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/03/17/allergien-und-darm-der-bauch-entscheidet-mit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 13:21:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Darm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nase läuft, die Augen jucken, das kennt man. Für viele gehört das im Frühjahr einfach dazu. Weniger naheliegend ist etwas Anderes: dass sich gleichzeitig der Bauch meldet. Kein dramatischer Schmerz, eher ein Druck nach dem Essen, ein Völlegefühl oder Blähungen, die früher so nicht da waren. Es passt zunächst nicht zusammen. Die Allergie betrifft  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/03/17/allergien-und-darm-der-bauch-entscheidet-mit/">Allergien und Darm. Der Bauch entscheidet mit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nase läuft, die Augen jucken, das kennt man. Für viele gehört das im Frühjahr einfach dazu. Weniger naheliegend ist etwas Anderes: dass sich gleichzeitig der Bauch meldet. Kein dramatischer Schmerz, eher ein Druck nach dem Essen, ein Völlegefühl oder Blähungen, die früher so nicht da waren. Es passt zunächst nicht zusammen. Die Allergie betrifft die Atemwege, der Darm die Verdauung.</p>
<h4>Und doch treten beide Beschwerden erstaunlich oft gleichzeitig auf.</h4>
<p>Viele merken irgendwann, dass sich nicht nur die klassischen Allergiesymptome verändert haben, sondern auch die Verdauung empfindlicher geworden ist. Lebensmittel, die lange gut vertragen wurden, führen plötzlich zu Unruhe im Bauch. An diesem Punkt verschiebt sich die Frage. Es geht nicht mehr nur darum, was der Körper nicht verträgt, sondern auch darum, wie stabil das System ist, das diese Reaktionen steuert.</p>
<h2>Der Darm und seine Barriere</h2>
<p>Ein zentraler Ort dafür ist der Darm. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt in der Darmschleimhaut. Dort wird fortlaufend entschieden, was in den Körper aufgenommen wird und was nicht. Diese Unterscheidung funktioniert unauffällig, solange die Schleimhaut ihre Aufgabe erfüllt. Sie bildet eine Grenze, durch die Nährstoffe hindurchgelangen, während andere Stoffe weitgehend zurückgehalten werden. In diesem Zustand hat das Immunsystem wenig Anlass, aktiv zu werden.</p>
<p>Verändert sich diese Situation, verändert sich auch die Reaktion des Körpers. Der Begriff „Leaky Gut“ beschreibt eine Darmschleimhaut, die durchlässiger geworden ist. Stoffe aus dem Darm gelangen leichter in Kontakt mit dem Immunsystem. Gemeint sind dabei zum Beispiel unvollständig verdaute Nahrungsbestandteile oder bakterielle Bestandteile, die normalerweise im Darm bleiben würden. Das führt nicht zwangsläufig sofort zu Beschwerden, verändert aber die Ausgangslage. Das Immunsystem wird häufiger gefordert, Reize einzuordnen. Die Schwelle, ab der es reagiert, kann sinken.</p>
<p>Gleichzeitig verändert sich oft das Milieu im Darm. Der Darm reagiert sehr direkt auf das, was täglich passiert. Stark verarbeitete Lebensmittel, ein hoher Zuckerkonsum, wiederholte Antibiotikagaben oder anhaltender Stress beeinflussen die Bedingungen im Darm. Einige Bakterien kommen damit besser zurecht und vermehren sich stärker, andere gehen zurück. Das Gleichgewicht verschiebt sich, und mit ihm verändert sich auch die Art, wie das Immunsystem arbeitet.</p>
<h2>Immer wieder Histamin</h2>
<p>In diesem Zusammenhang spielt auch Histamin eine Rolle, der Botenstoff, der viele allergische Beschwerden auslöst. Er sorgt dafür, dass Schleimhäute anschwellen, die Nase läuft oder die Haut reagiert. Damit diese Reaktion nicht bestehen bleibt, muss Histamin wieder abgebaut werden. Ein Teil dieses Abbaus findet im Darm statt. Ist der Darm stabil, läuft das unauffällig. Ist er belastet oder das bakterielle Gleichgewicht verschoben, kann dieser Abbau weniger zuverlässig funktionieren. Histamin bleibt länger wirksam, und die Beschwerden werden intensiver oder halten länger an.</p>
<p>Das verändert nicht die Allergie als solche, aber es verändert, wie sie sich zeigt. Manche reagieren stärker auf bekannte Auslöser, andere bemerken zusätzliche Beschwerden nach dem Essen. Der Eindruck entsteht, dass die Empfindlichkeit insgesamt zugenommen hat.</p>
<h2>Was tun?</h2>
<p>Vor diesem Hintergrund reicht es oft nicht aus, sich ausschließlich auf die Auslöser zu konzentrieren. Genauso wichtig ist die Frage, unter welchen Bedingungen der Körper reagiert. Hier setzt man im Alltag an. Regelmäßige Mahlzeiten, möglichst wenig stark verarbeitete Lebensmittel und ausreichend Zeit zum Essen schaffen verlässlichere Bedingungen für den Darm. Auch Stress spielt eine Rolle, weil er direkt auf die Darmfunktion wirkt und die Schleimhaut beeinflussen kann.</p>
<p>Wenn sich der Eindruck ergibt, dass der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen und gezielt zu unterstützen. Nicht mit pauschalen Lösungen, sondern angepasst an die eigene Situation. Die Grundlage dafür bildet eine ausführliche Stuhldiagnostik und die Therapie des Befundes.</p>
<p>Allergien entstehen selten nur durch das, was von außen kommt. Sie entwickeln sich im Zusammenspiel mit dem, was im Körper passiert. Der Darm gehört zu den Bereichen, in denen sich entscheidet, wie der Körper auf diese Reize reagiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie wollen den Frühling genießen und essen, was Ihnen Spaß macht &#8211; ohne Blähungen, Krämpfe und Unwohlsein? Rufen Sie mich an: 0681 / 97 05 95 94</p>
<p>Und hier noch etwas zum weiterlesen:</p>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Jht3jkyc2T"><p><a href="https://helga-wiesmann.de/2026/03/06/allergie-ein-zu-wachsames-immunsystem/">Allergie: ein zu wachsames Immunsystem</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Allergie: ein zu wachsames Immunsystem&#8220; &#8211; Helga Wiesmann" src="https://helga-wiesmann.de/2026/03/06/allergie-ein-zu-wachsames-immunsystem/embed/#?secret=6JGUBjK3FX#?secret=Jht3jkyc2T" data-secret="Jht3jkyc2T" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/03/17/allergien-und-darm-der-bauch-entscheidet-mit/">Allergien und Darm. Der Bauch entscheidet mit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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		<title>Allergie: ein zu wachsames Immunsystem</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/03/06/allergie-ein-zu-wachsames-immunsystem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:06:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für viele Menschen beginnt der Frühling mit einem Gefühl von Aufbruch. Die Luft wird wärmer, die Tage länger, überall sprießen neue Blüten. Doch während sich manche über diese Jahreszeit freuen, reagieren andere mit tränenden Augen, Niesanfällen und einer Nase, die scheinbar gar nicht mehr aufhören will zu laufen. Allergien gehören inzwischen zu den häufigsten chronischen  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/03/06/allergie-ein-zu-wachsames-immunsystem/">Allergie: ein zu wachsames Immunsystem</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Menschen beginnt der Frühling mit einem Gefühl von Aufbruch. Die Luft wird wärmer, die Tage länger, überall sprießen neue Blüten. Doch während sich manche über diese Jahreszeit freuen, reagieren andere mit tränenden Augen, Niesanfällen und einer Nase, die scheinbar gar nicht mehr aufhören will zu laufen.</p>
<p>Allergien gehören inzwischen zu den häufigsten chronischen Beschwerden. Und dennoch bleibt für viele Betroffene unverständlich, warum der Körper so heftig reagiert. Schließlich handelt es sich bei Pollen, Hausstaub oder Tierhaaren nicht um Krankheitserreger.</p>
<p>Genau darin liegt das eigentliche Rätsel der Allergie.</p>
<h2><strong>Eine übervorsichtige Abwehr</strong></h2>
<p>Unser Immunsystem ist darauf spezialisiert, den Körper zu schützen. Es erkennt Viren, Bakterien und andere Eindringlinge und sorgt dafür, dass sie möglichst schnell unschädlich gemacht werden.</p>
<p>Bei einer Allergie läuft dieser Schutzmechanismus jedoch aus dem Ruder. Das Immunsystem reagiert plötzlich auf Stoffe aus der Umwelt, die eigentlich harmlos sind. Diese Substanzen werden Allergene genannt.</p>
<p>Die erste Begegnung mit einem solchen Stoff verläuft meist noch unauffällig. Der Körper merkt sich ihn jedoch. Bestimmte Antikörper lagern sich an Immunzellen an, die vor allem in den Schleimhäuten und der Haut sitzen.</p>
<p>Kommt es später erneut zum Kontakt, wird eine Kettenreaktion ausgelöst.</p>
<h2><strong>Die Rolle von Histamin</strong></h2>
<p>Im Mittelpunkt dieser Reaktion stehen sogenannte Mastzellen. Sie gehören zum Immunsystem und befinden sich besonders häufig dort, wo der Körper mit der Außenwelt in Berührung kommt, etwa in den Atemwegen, der Haut oder im Darm.</p>
<p>Werden diese Zellen aktiviert, setzen sie verschiedene Botenstoffe frei, unter anderem Histamin. Dieses Histamin erweitert Blutgefäße und macht sie durchlässiger. Schleimhäute schwellen an, die Nase beginnt zu laufen, die Augen jucken.</p>
<p>Aus Sicht des Körpers ist diese Reaktion eigentlich logisch. Sie soll den vermeintlichen Eindringling möglichst schnell wieder aus dem Körper entfernen. Für Betroffene fühlt sich diese Abwehrreaktion allerdings eher wie ein Daueralarm an.</p>
<h2><strong>Warum Allergien immer häufiger werden</strong></h2>
<p>Auffällig ist, dass allergische Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen haben, sie sind längst keine Seltenheit mehr. Schätzungen zufolge entwickelt heute etwa jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens eine allergische Erkrankung.</p>
<p>Warum das so ist, lässt sich nicht auf einen einzigen Faktor zurückführen. Verschiedene Entwicklungen unseres modernen Lebensstils scheinen daran beteiligt zu sein.</p>
<p>Eine bekannte Erklärung ist die sogenannte Hygiene-Hypothese. Sie besagt, dass unser Immunsystem heute mit deutlich weniger Mikroorganismen in Kontakt kommt als früher. Dadurch fehlt gewissermaßen ein Teil des Trainings, das dem Immunsystem hilft, zwischen harmlosen und gefährlichen Reizen zu unterscheiden.</p>
<p>Auch Veränderungen in Ernährung, Umwelt und Lebensweise werden als mögliche Einflussfaktoren diskutiert. In vielen Industrieländern hat sich der Alltag in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Kinder wachsen häufiger in stark hygienisierten Umgebungen auf, verbringen weniger Zeit im Freien und kommen seltener mit Mikroorganismen aus Boden, Pflanzen oder Tieren in Kontakt. Für das Immunsystem bedeutet das möglicherweise weniger „Training“, um zwischen harmlosen und gefährlichen Reizen zu unterscheiden.</p>
<p data-start="861" data-end="1092">Auch Umweltfaktoren können eine Rolle spielen. Luftschadstoffe etwa können die Schleimhäute der Atemwege reizen und empfindlicher machen. In Kombination mit Pollen oder anderen Allergenen kann das allergische Reaktionen verstärken.</p>
<p data-start="1094" data-end="1436">Hinzu kommen Veränderungen in der Ernährung. Industriell stark verarbeitete Lebensmittel, ein hoher Zuckeranteil und eine insgesamt ballaststoffarme Ernährung beeinflussen nachweislich das Darmmikrobiom. Da ein großer Teil des Immunsystems im Darm angesiedelt ist, könnte auch dieser Zusammenhang erklären, warum Allergien häufiger auftreten.</p>
<p data-start="1438" data-end="1682">Wahrscheinlich entsteht eine Allergie jedoch selten aus nur einem einzelnen Auslöser. Meist handelt es sich eher um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, zu denen genetische Veranlagung, Umweltbedingungen und Lebensstil gemeinsam beitragen.</p>
<h2><strong>Der Körper reagiert empfindlicher</strong></h2>
<p>Wer unter Allergien leidet, erlebt häufig, dass die Beschwerden nicht immer gleich stark sind. Manche Jahre verlaufen relativ ruhig, andere dagegen deutlich belastender.</p>
<p>Das hängt auch damit zusammen, dass das Immunsystem kein isoliertes System ist. Es steht in enger Verbindung mit anderen Regelkreisen im Körper, etwa mit dem Hormonhaushalt oder dem Nervensystem.</p>
<p>Gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken, kann auch die Reaktionsbereitschaft des Immunsystems steigen. Der Körper reagiert dann schneller und stärker auf Reize, die er eigentlich tolerieren könnte.</p>
<h3><strong>Allergien verstehen heißt Zusammenhänge erkennen</strong></h3>
<p>Viele Betroffene konzentrieren sich zunächst verständlicherweise auf den äußeren Auslöser. Pollen, Hausstaub oder bestimmte Nahrungsmittel stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.</p>
<p>Doch Allergien sind mehr als nur eine Reaktion auf einen einzelnen Stoff. Sie spiegeln auch wider, wie empfindlich oder stabil das Immunsystem insgesamt reagiert.</p>
<p>Deshalb lohnt es sich, den Blick etwas weiter zu fassen. Neben der unmittelbaren Behandlung der Symptome kann es sinnvoll sein, den Organismus insgesamt zu unterstützen und die Regulationsfähigkeit des Immunsystems zu stärken.</p>
<p>Dabei spielen Lebensstil, Ernährung und auch der Zustand des Darms eine Rolle. Gerade dieser Zusammenhang rückt in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Forschung.</p>
<p>Im nächsten Beitrag geht es deshalb um eine Frage, die viele überrascht: Welche Rolle spielt eigentlich der Darm bei Allergien?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie wollen wissen, wie Sie besser mit Ihrer Allergie umgehen können? Dann rufen Sie mich an: 0681 97059594 oder 0157 83525216</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>zum weiterlesen:</p>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="eaINsG7RDx"><p><a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/">Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.&#8220; &#8211; Helga Wiesmann" src="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/embed/#?secret=pxc29YNpnd#?secret=eaINsG7RDx" data-secret="eaINsG7RDx" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Rr0ohO7QUR"><p><a href="https://helga-wiesmann.de/2025/07/15/sibo-oder-reizdarm-ursachen-symptome-und-behandlung/">SIBO oder Reizdarm? So erkennen Sie den Unterschied</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;SIBO oder Reizdarm? So erkennen Sie den Unterschied&#8220; &#8211; Helga Wiesmann" src="https://helga-wiesmann.de/2025/07/15/sibo-oder-reizdarm-ursachen-symptome-und-behandlung/embed/#?secret=ygqMi5OXKw#?secret=Rr0ohO7QUR" data-secret="Rr0ohO7QUR" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie machen Sie das bloß?</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/02/14/wie-machen-sie-das-bloss/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 17:26:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begleitende Krebstherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ein Mensch braucht, wenn eine schwere Diagnose das Leben plötzlich verändert Vor zehn Jahren stand sie in meiner Praxis. Eierstockkrebs. Operiert. Nun sollte, zur Sicherheit, die Chemotherapie folgen. Ihre erste Frage an mich war: „Helfen Sie mir dabei, das durchzustehen?“ „Ja“, sagte ich. „Dafür bin ich da.“ Chemotherapie ist nicht für jede Patientin gleichermaßen  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/02/14/wie-machen-sie-das-bloss/">Wie machen Sie das bloß?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Was ein Mensch braucht, wenn eine schwere Diagnose das Leben plötzlich verändert</h1>
<p>Vor zehn Jahren stand sie in meiner Praxis.<br />
Eierstockkrebs. Operiert. Nun sollte, zur Sicherheit, die Chemotherapie folgen.</p>
<p>Ihre erste Frage an mich war:<br />
„Helfen Sie mir dabei, das durchzustehen?“</p>
<p>„Ja“, sagte ich. „Dafür bin ich da.“</p>
<p>Chemotherapie ist nicht für jede Patientin gleichermaßen grauenhaft. Aber bei Frau P. war sie es. Mit jeder Sitzung nahm die Übelkeit zu. Nichts half. Weder die verordneten Medikamente noch die begleitenden Maßnahmen, die wir besprochen hatten.</p>
<p>Einzig eine bestimmte Infusion, die ich regelmäßig verabreichte, verschaffte ihr so viel Erleichterung, dass sie weitermachen konnte. Nicht gut und nicht beschwerdefrei. Aber ausreichend, um durchzuhalten.</p>
<p>Oft sagte sie:<br />
„Frau Wiesmann, ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich halte das kaum noch aus. Diese Übelkeit, dieser Schwindel. Ich kann nichts mehr tun, es geht mir so schlecht. Am liebsten würde ich abbrechen.“</p>
<h2>Sie brach nicht ab.</h2>
<p>Es waren viele Montagvormittage, die wir gemeinsam in meiner Praxis verbrachten. Während die Infusion langsam einlief, sprachen wir. Manchmal viel, manchmal wenig. Ich sprach ihr Mut zu. Manchmal reichte es auch, einfach da zu sein.</p>
<p>Nach Ende der Chemotherapie erholte sie sich.<br />
Wenn wir uns im Wald begegneten, sie mit ihrem kleinen Hund, ich mit meinen, kam mir eine vitale, frohe, zufriedene Frau entgegen. Manchmal blieben wir stehen.</p>
<p>„Was wir damals miteinander durchgestanden haben! Und ohne Ihre Unterstützung, Ihre Kompetenz und Ihr Einfühlungsvermögen hätte ich es vielleicht nicht geschafft“, sagte sie dann, halb lachend, halb staunend.</p>
<h2>Vor ein paar Wochen meldete sie sich erneut an.</h2>
<p>„Ich brauche Sie wieder“, sagte sie. „Ich habe ein Röntgenbild vom Abdomen machen lassen. Zufällig wurde der Thorax mitgeröntgt. Dabei hat der Arzt einen faustgroßen Tumor in der Lunge entdeckt. Und noch zwei weitere.“</p>
<p>Sie weinte.<br />
Sie war wütend.<br />
Sie will noch nicht sterben.</p>
<p>Sie fühlte sich fit, gesund, hatte keinerlei Anzeichen bemerkt. Dieser Krebs hatte nichts mit dem von vor zehn Jahren zu tun. Eine andere Baustelle. Ein anderer Krebs.</p>
<p>In den Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich viele Patientinnen und Patienten mit Krebs begleitet. Viele haben überlebt. Andere sind gestorben.</p>
<p>Wenn ein Mensch eine schwere Diagnose erhält geschieht das meist vollkommen unerwartet. Das ist eine Zäsur. Ein Schnitt durchs Leben. Von einem Moment auf den anderen ist alles anders. Wie kann man eine schwere Diagnose verarbeiten?</p>
<p>Der vertraute Körper wird fremd. Mitunter feindlich.<br />
Das bisher Selbstverständliche verliert seine Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Gut, wenn Wut da ist.<br />
Gut, wenn Tränen fließen dürfen.</p>
<p>Was es nicht braucht, sind vorschnelle Durchhalteparolen. Kein „Sie sind stark, Sie schaffen das“, wenn jemand gerade angeschlagen ist, angezählt, erschüttert.</p>
<h2>Was braucht es stattdessen?</h2>
<p>Eine verständliche Erklärung der Diagnose.<br />
Transparente Therapieoptionen.<br />
Raum für Fragen, auch für die unbequemen.</p>
<p>Das Wissen um die eigenen Ressourcen. Und Hilfe, Zugang zu ihnen zu finden.</p>
<p>Menschen, die da sind.<br />
Stabile Gesprächspartner, die Gefühle mittragen, ohne sie zu bewerten.<br />
Psychologische Begleitung, wenn nötig.<br />
Die Erlaubnis, nicht stark sein zu müssen.</p>
<p>Praktische Unterstützung.<br />
Wer versorgt den Hund, wenn Krankenhausaufenthalte anstehen?<br />
Wer kocht einmal eine Suppe?</p>
<p>Nicht jedes Gespräch erzwingen. Aber ein wirklich offenes Ohr, wenn gesprochen werden möchte.</p>
<p>Und immer wieder: das Gefühl, gesehen und ernst genommen zu werden.<br />
Kompetent begleitet zu sein.<br />
Zeit zu haben, zu begreifen, zu verarbeiten.</p>
<p>Jeder Mensch findet seinen eigenen Umgang mit einer schweren Erkrankung. Das steht ihm zu.</p>
<p>In all den Jahren hat mein Beruf mich eines gelehrt: Hochachtung vor den Menschen, die mit Krebs, Parkinson oder Autoimmunerkrankungen leben müssen.</p>
<p>Manchmal bringt eine Diagnose ungeahnte Stärke hervor.<br />
Manchmal Demut.<br />
Manchmal Dankbarkeit für das, was ist oder war.<br />
Manchmal auch ein Aufgeben.</p>
<p>Auch das darf sein.</p>
<p>Der eigene Weg will selbst gewählt werden. Ich begleite ihn mit meiner Kompetenz und mit Empathie. Und vielleicht auch mit einer besonderen Nähe, die entsteht, wenn es um viel geht.</p>
<p>Manchmal frage ich mich: &#8222;Wie machen sie das bloß?&#8220; Obwohl ich&#8217;s ja eigentlich weiß.</p>
<p>Mir wachsen diese Menschen ans Herz.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Wärme für die Bronchien. Thymian vulgaris</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/02/13/waerme-fuer-die-bronchien-thymian-vulgaris/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 12:59:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Pflanzen, die wirken, als hätten sie die Sonne gespeichert. Thymian gehört dazu. Wer im Sommer zwischen warmen Steinen an einem Mittelmeerhang oder im eigenen. Garten steht und mit der Hand über die kleinen, ledrigen Blätter streicht, versteht sofort: Diese Pflanze trägt Hitze, Duft und krautige Kraft in sich. Und genau diese Kraft entfaltet  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/02/13/waerme-fuer-die-bronchien-thymian-vulgaris/">Wärme für die Bronchien. Thymian vulgaris</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Pflanzen, die wirken, als hätten sie die Sonne gespeichert. Thymian gehört dazu. Wer im Sommer zwischen warmen Steinen an einem Mittelmeerhang oder im eigenen. Garten steht und mit der Hand über die kleinen, ledrigen Blätter streicht, versteht sofort: Diese Pflanze trägt Hitze, Duft und krautige Kraft in sich. Und genau diese Kraft entfaltet sie dort, wo wir sie bei Erkältung, Husten und Bronchitis am meisten brauchen: in unseren Bronchien.</p>
<h2><strong>Husten der nicht weggeht</strong></h2>
<p>Ein Infekt beginnt oft harmlos. Ein Kratzen im Hals, ein Frösteln, vielleicht ein leichter Schnupfen. Doch dann rutscht er tiefer. Der Husten wird hartnäckiger, das Atmen fühlt sich enger an, zähes Sekret sitzt fest. Gerade nachts findet man keine Ruhe.</p>
<p>Die meisten dieser Infekte sind viral bedingt. Das bedeutet: Der Organismus arbeitet bereits auf Hochtouren, um sich selbst zu regulieren. Viele hören es nicht gern, aber in dieser Phase geht es weniger darum, Symptome zu unterdrücken und weiter zu funktionieren, sondern die physiologischen Prozesse sinnvoll zu unterstützen. Und hier kommt Thymian ins Spiel.</p>
<h2><strong>Kleine Blätter, große Wirkung</strong></h2>
<p>Thymian enthält einen bemerkenswerten Schatz an ätherischen Ölen, allen voran Thymol und Carvacrol. Diese Inhaltsstoffe sind verantwortlich für den charakteristischen, würzig-warmen Duft. Pharmakologisch betrachtet zeigen sie antimikrobielle Eigenschaften und können das Wachstum bestimmter Keime hemmen. Noch bedeutsamer ist jedoch ihre Wirkung auf die Atemwege.</p>
<p>Thymian wirkt sekretolytisch. Das bedeutet: Er hilft, festsitzenden Schleim zu verflüssigen. Zähes Bronchialsekret wird dünnflüssiger und kann leichter abgehustet werden. Gleichzeitig besitzt die Pflanze spasmolytische Eigenschaften. Sie kann also krampfartige Verengungen der Bronchialmuskulatur mildern. Gerade bei bellendem Husten oder nächtlichen Hustenanfällen ist das eine Wohltat.</p>
<p>So unterstützt Thymian die Bronchien nicht, indem er den Hustenreiz vollständig blockiert, sondern indem er ihn produktiver macht. Der Husten darf seine Aufgabe erfüllen. Reinigen, befreien, klären.</p>
<h3><strong>Wärme, die nach innen zieht</strong></h3>
<p>Ein frisch aufgebrühter Thymiantee ist mehr als ein Hausmittel. Schon beim Übergießen mit heißem Wasser steigen die flüchtigen Bestandteile auf. Mit jedem Atemzug erreichen sie die Schleimhäute der oberen Atemwege. Die Wärme fördert die Durchblutung, die Flüssigkeit unterstützt die Schleimlösung, und die ätherischen Öle entfalten ihre Wirkung auf mehreren Ebenen.</p>
<p>Gerade bei beginnender Bronchitis kann ein solches Ritual mehr bewirken, als man zunächst vermutet. Mehrmals täglich eine Tasse in Ruhe getrunken, gibt dem Körper ein Signal: Jetzt ist Regeneration angesagt.</p>
<p>Auch Inhalationen mit Thymian können sinnvoll sein, sofern keine Überempfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen besteht. Der warme Dampf trägt die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort. Die Bronchien werden befeuchtet, der Schleim gelockert, das Atmen fällt leichter.</p>
<h2><strong>Bewiesene Tradition</strong></h2>
<p>Thymian wird seit Jahrhunderten bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Bereits in der Klostermedizin galt er als Pflanze, die „den Atem klärt“. Moderne Untersuchungen bestätigen viele dieser traditionellen Anwendungen. In experimentellen Studien konnten Effekte auf Bronchialzellen und glatte Muskulatur gezeigt werden, die die klassische Erfahrung plausibel machen.</p>
<p>Wichtig ist dabei die Qualität. Arzneilich verwendeter Thymian stammt in der Regel aus definierten Kulturen und wird standardisiert verarbeitet, sodass der Gehalt an ätherischen Ölen bestimmten Anforderungen entspricht. Das ist keine Nebensache, sondern Voraussetzung für eine verlässliche Wirkung.</p>
<h3><strong>Für wen eignet sich Thymian?</strong></h3>
<p>Thymian kann bei akuter Erkältung mit Husten, bei unkomplizierter Bronchitis und bei Katarrhen der oberen Luftwege unterstützend eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist er, wenn der Husten produktiv ist oder in eine Phase übergeht, in der Schleim zwar vorhanden ist, aber nur schwer abtransportiert werden kann.</p>
<h2><strong>Eine Pflanze mit Charakter</strong></h2>
<p>Thymian ist keine zarte Erscheinung. Er wächst auf kargen Böden, trotzt Trockenheit und intensiver Sonne. Vielleicht ist es gerade diese Widerstandskraft, die wir uns in Erkältungszeiten zunutze machen. Sein Duft klärt, seine Wärme durchdringt, seine Bitterkeit erinnert uns daran, dass Heilung manchmal Geduld braucht.</p>
<p>Wer ihn im Garten hat, kann einige Zweige frisch verwenden. Für eine medizinisch verlässliche Anwendung empfehle ich jedoch qualitativ geprüfte Arzneitees oder entsprechende Präparate aus der Apotheke. So ist gewährleistet, dass die enthaltenen Wirkstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind.</p>
<p>Thymian schenkt den Bronchien Raum. Er löst, was festsitzt. Er entspannt, was sich verkrampft hat. Und er begleitet den Körper auf eine Weise, die nicht gegen ihn arbeitet, sondern mit ihm.</p>
<p>Vielleicht ist das sein größtes Geschenk: Er erinnert uns daran, dass Heilpflanzen keine schnellen Reparaturwerkzeuge sind, sondern Verbündete. Gerade in der Erkältungszeit dürfen wir uns diese Verbündeten bewusst an die Seite holen. Tasse für Tasse, Atemzug für Atemzug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Und hier noch ein Pflanzenportrait für die Winterzeit:</h4>
<p><a href="https://helga-wiesmann.de/2022/01/20/die-cistrose-koennerin-vom-mittelmeer/">https://helga-wiesmann.de/2022/01/20/die-cistrose-koennerin-vom-mittelmeer/</a></p>
<h3>Wer dann noch nicht genug hat, und mehr darüber wissen will, wie man im Winter gesund bleibt, ruft mich gerne an: 0681/97059594 oder 0157/83525216</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/02/13/waerme-fuer-die-bronchien-thymian-vulgaris/">Wärme für die Bronchien. Thymian vulgaris</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was, wenn das Winterwetter die Stimmung verhagelt?</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/02/04/was-wenn-das-winterwetter-die-stimmung-verhagelt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 17:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie den Winterblues verbessern? Der Himmel ist grau, die Tage kurz, schon ab mittags fühlt es sich an wie früher Abend. Viele Menschen merken im Winter: Die Stimmung sackt ab. Man ist schneller erschöpft, weniger motiviert, kommt nicht in die Hufe, ist empfindlicher gegenüber Stress. Und manchmal auch einfach grundlos traurig. Wenn Sie sich darin  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/02/04/was-wenn-das-winterwetter-die-stimmung-verhagelt/">Was, wenn das Winterwetter die Stimmung verhagelt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie den Winterblues verbessern? Der Himmel ist grau, die Tage kurz, schon ab mittags fühlt es sich an wie früher Abend. Viele Menschen merken im Winter: Die Stimmung sackt ab. Man ist schneller erschöpft, weniger motiviert, kommt nicht in die Hufe, ist empfindlicher gegenüber Stress. Und manchmal auch einfach grundlos traurig. Wenn Sie sich darin wiederfinden, sind Sie damit keineswegs allein. Winterwetter kann tatsächlich auf Körper und Psyche wirken. Die gute Nachricht: Man kann einiges tun, um gegenzusteuern. Und zwar sanft, und alltagstauglich.</p>
<h3><strong>Warum schlägt das Winterwetter auf die Stimmung?</strong></h3>
<p>Ein zentraler Faktor ist das Licht. Unser Organismus orientiert sich stark am Tageslicht, genauer gesagt an der Helligkeit. Sinkt diese, verändert sich die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe. Das „Wach- und Wohlfühlhormon“ Serotonin wird weniger gebildet, während Melatonin, das für Müdigkeit zuständig ist, eher zunimmt. Die Folge: Man fühlt sich schneller schlapp, antriebslos oder innerlich gedämpft.</p>
<p>Hinzu kommt der gestörte Tagesrhythmus. Wenn es morgens noch dunkel ist und abends früh wieder dämmert, verliert der Körper ein Stück seinen inneren Zeitgeber. Schlaf kann unruhiger werden, das Aufstehen schwerfallen. Auch Bewegungsmangel spielt eine Rolle: Kälte und Nässe halten viele davon ab, sich draußen zu bewegen. Dabei wäre gerade das wichtig.</p>
<p>Nicht zu unterschätzen ist außerdem die psychische Komponente. Der Winter zieht sich, soziale Kontakte werden weniger, Rückzug wird zur Gewohnheit. Selbst der Gang zwischendurch in ein Café macht keinen rechten Spaß. Wer ohnehin sensibel auf Stress, hormonelle Schwankungen oder emotionale Belastungen reagiert, spürt diese Kombination oft besonders deutlich.</p>
<h3><strong>Kleine Verhaltensänderungen mit großer Wirkung</strong></h3>
<p>Ein erster, einfacher Ansatz: Licht bewusst nutzen. Gehen Sie morgens möglichst früh nach draußen. Selbst ein bewölkter Himmel ist um ein Vielfaches heller als jede Innenbeleuchtung. Ein kurzer Spaziergang, zehn bis fünfzehn Minuten, kann bereits helfen, den inneren Rhythmus zu stabilisieren.</p>
<p>Bewegung muss dabei kein Sportprogramm sein. Regelmäßiges Gehen, sanftes Dehnen, Yoga oder Gymnastik im Wohnzimmer reichen oft aus, um Kreislauf und Stimmung in Schwung zu bringen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Intensität.</p>
<p>Auch Struktur hilft der Psyche. Feste Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und kleine Pausen geben Halt, wenn die äußeren Reize fehlen. Gönnen Sie sich bewusst kleine Lichtblicke im Alltag: eine Tasse Tee in Ruhe, ein Telefonat, Musik, die Sie mögen, oder abends eine Kerze statt hellem Licht.</p>
<h3><strong>Naturheilkundliche Impulse für die dunkle Jahreszeit</strong></h3>
<p>Aus naturheilkundlicher Sicht lohnt sich im Winter ein Blick auf das Nervensystem. Viele Menschen stehen das ganze Jahr über unter Strom. Im Winter fehlt dann die Kraft zur Regeneration. Pflanzliche Begleiter wie Passionsblume, Melisse oder Baldrian können helfen, innere Unruhe zu dämpfen und den Schlaf zu verbessern. Das geht zwar nicht von heut auf morgen, aber Resultate zeigen sich in der Regel nach etwa zwei Wochen.</p>
<p>Auch der Darm spielt eine größere Rolle für die Stimmung, als vielen bewusst ist. Ein Großteil der Botenstoffe, die unser emotionales Gleichgewicht beeinflussen, entsteht dort. Eine ballaststoffreiche, warme Ernährung, Bitterstoffe und fermentierte Lebensmittel können die Darmflora stabilisieren und damit indirekt auch die Psyche stärken.</p>
<p>Nicht zuletzt ist der Winter eine klassische Zeit, in der Leber und Stoffwechsel stärker gefordert sind. Weniger Bewegung, schwereres Essen, mehr Süßes – all das kann belasten. Naturheilkundlich wird deshalb oft empfohlen, die Verdauung zu entlasten, regelmäßig warm zu essen und Bitteres bewusst einzubauen.</p>
<h2><strong>Essen für die Seele. DAS tut gut.</strong></h2>
<p>Im Winter darf Essen körperlich und emotional wärmen. Suppen, Eintöpfe oder Ofengemüse wirken oft ausgleichender als kalte Speisen. Komplexe Kohlenhydrate aus Hafer, Hirse oder Vollkornreis unterstützen eine gleichmäßigere Energieversorgung und können Heißhunger dämpfen.</p>
<p>Besonders wichtig sind Eiweißbausteine, denn sie liefern die Grundlage für die Bildung von Botenstoffen wie Serotonin. Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Eier oder Fisch können hier sinnvoll sein. Auch Omega-3-Fettsäuren können den Organismus psychisch und körperlich stabilisieren. Hier profitieren ganz besonders all jene, die sich besonders im Winter mit Rückenschmerzen plagen.</p>
<p>Und ja: Genuss ist erlaubt. Dunkle Schokolade in Maßen, Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Ingwer, ein wärmender Tee. Dies alles kann den Winter freundlicher machen.</p>
<h3><strong>Wenn die Seele Kummer hat. Nehmen Sie psychische Aspekte ernst.</strong></h3>
<p>Manchmal ist die Wintertrübsal mehr als nur schlechte Laune. Wenn Antriebslosigkeit, Rückzug oder Hoffnungslosigkeit über Wochen anhalten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Gespräche, therapeutische Begleitung oder auch eine naturheilkundliche Beratung können helfen, Zusammenhänge zu erkennen und individuelle Wege zu finden.</p>
<p>Wichtig ist: Sie müssen da nicht „durch“. Winter ist keine Prüfung, sondern eine Jahreszeit mit eigenem Schritt. Wer lernt, das langsamere Tempo ernst zu nehmen, kann sie sogar als Einladung verstehen. Zum Innehalten, Nachjustieren und zur sanften Selbstfürsorge. Gerne auch mal was länger.</p>
<h1><strong>Mach Dich nicht fertig.</strong></h1>
<p>Wenn das Winterwetter die Stimmung verhagelt, liegt das selten an mangelnder Willenskraft. Lichtmangel, innere Rhythmen, Ernährung, Nerven und Psyche greifen ineinander. Mit kleinen Veränderungen im Alltag, bewusster Ernährung und naturheilkundlicher Unterstützung lässt sich oft viel erreichen. Und manchmal reicht schon die Erkenntnis: Es ist okay, im Winter langsamer zu sein.</p>
<h4>Rufen Sie mich an, wenn Sie natürlich in Schwung kommen wollen. Ohne Stress, versteht sich.</h4>
<h3>0681/97 05 95 94 oder 0157 / 83525216</h3>
<p>Hier eine Studie:<br />
<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6581756/">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6581756/</a></p>
<p>(Die Forschenden beschrieben erstmals systematisch, dass depressive Verstimmungen saisonal auftreten können und stark mit <strong data-start="1026" data-end="1041">Lichtmangel</strong> zusammenhängen. Besonders relevant für Ihren Artikel:<br data-start="1095" data-end="1098" />Die Studie zeigte, dass reduzierte Tageslicht-Exposition messbare Auswirkungen auf <strong data-start="1181" data-end="1219">Serotonin- und Melatoninregulation</strong> hat )</p>
<p>Und manchmal hilft auch dies weiter:<br />
<a href="https://helga-wiesmann.de/2025/06/18/die-leber-und-der-darm/">https://helga-wiesmann.de/2025/06/18/die-leber-und-der-darm/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/02/04/was-wenn-das-winterwetter-die-stimmung-verhagelt/">Was, wenn das Winterwetter die Stimmung verhagelt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was moderne Stuhldiagnostik über den Darm verrät</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2026/01/30/was-moderne-stuhldiagnostik-ueber-den-darm-verraet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 12:55:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darmgesundheit ist mehr als die Frage, ob man regelmäßig auf die Toilette gehen kann. Der Darm steht in enger Verbindung mit dem Immunsystem, dem Stoffwechsel und auch mit der Regulation von Entzündungen im gesamten Körper. In den letzten Jahren hat sich dieses Verständnis deutlich vertieft, nicht zuletzt durch neue Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung. Parallel dazu  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/01/30/was-moderne-stuhldiagnostik-ueber-den-darm-verraet/">Was moderne Stuhldiagnostik über den Darm verrät</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Darmgesundheit ist mehr als die Frage, ob man regelmäßig auf die Toilette gehen kann. Der Darm steht in enger Verbindung mit dem Immunsystem, dem Stoffwechsel und auch mit der Regulation von Entzündungen im gesamten Körper. In den letzten Jahren hat sich dieses Verständnis deutlich vertieft, nicht zuletzt durch neue Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung. Parallel dazu hat sich auch die Stuhldiagnostik weiterentwickelt und verspricht inzwischen deutlich detailliertere Einblicke als noch vor wenigen Jahren. Doch was bedeutet das für diejenigen, die auf ihre Darmgesundheit achten wollen?</p>
<h4>Nicht neu, aber lange unentdeckt</h4>
<p>Ein Bereich, der zunehmend in den Fokus rückt, sind sogenannte anaerobe Darmbakterien. Gemeint sind Bakterien, die ohne Sauerstoff leben und sich vor allem im Dickdarm wohlfühlen. Zu diesen zählen unter anderem Akkermansia muciniphila und Faecalibacterium prausnitzii. Diese Bakterien sind keine exotischen Sonderlinge, sondern zentrale Akteure eines stabilen Darmmilieus. Früher konnte man sie labortechnisch schlicht nicht nachweisen und auch nicht anzüchten. Aber sie übernehmen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel des Darms und stehen in engem Zusammenhang mit der Gesundheit der Darmschleimhaut. Und mittels der modernen Stuhldiagnostik kann man sie inzwischen nachweisen.</p>
<h4>Anti-entzündliches Recycling im Bauch</h4>
<p>Anaerobe Bakterien ernähren sich genau wie alle anderen überwiegend von Bestandteilen, die der menschliche Organismus selbst nicht verdauen kann. Dazu gehören meistens vor allem Ballaststoffe. Doch beispielsweise Akkermansia muciniphila, „der die Schleimhaut liebt“, knabbert beständig der Darmschleimhaut und regt sie so zur Regeneration an. Aus der Verwertung von Ballast und Schleimhautresten entstehen kurzkettige Fettsäuren, die eine große Bedeutung für die Darmgesundheit haben. Besonders Butyrat spielt hier eine zentrale Rolle, da es die wichtigste Energiequelle für die Zellen der Darmschleimhaut darstellt. Eine gut versorgte Schleimhaut ist widerstandsfähiger, regeneriert sich schneller und reagiert weniger empfindlich auf entzündliche Reize. Akkermansia muciniphila beeinflusst also die Qualität der Schleimschicht im Darm. Diese Schleimschicht bildet eine wichtige Schutzbarriere zwischen Darminhalt und Darmwand. Ist sie intakt, trägt sie wesentlich dazu bei, Reizungen und Entzündungsprozesse zu begrenzen.</p>
<p>Faecalibacterium prausnitzii wird in vielen Untersuchungen als Hinweisgeber für ein ausgeglichenes, entzündungsarmes Darmmilieu beschrieben. Niedrige Werte finden sich häufig bei Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Reizdarmbeschwerden oder auch bei Stoffwechselproblemen.</p>
<h2>Neues aus dem Labor</h2>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass moderne Stuhldiagnostik versucht, genau diese Bakterien differenzierter zu erfassen. Neben klassischen Laborverfahren werden heute zunehmend PCR-basierte Methoden eingesetzt. Bei dieser Technik wird nicht versucht, Bakterien anzuzüchten, sondern deren genetisches Material nachzuweisen. Dadurch lassen sich auch solche Bakterien zuverlässig erfassen, die empfindlich sind und außerhalb des Darms nur schwer überleben.</p>
<p>Eine solche erweiterte Stuhldiagnostik ist inzwischen in der Praxis verfügbar. Sie liefert im Vergleich zum bisherigen Gesundheitscheck Darm deutlich mehr Informationen, insbesondere zur Zusammensetzung anaerober Bakteriengruppen und zu deren Stoffwechselaktivität. Diese Untersuchung ist kostenintensiver, bietet dafür jedoch ein differenzierteres Bild des Darmmilieus. Für viele Patientinnen und Patienten stellt sich dabei verständlicherweise die Frage, welchen konkreten Vorteil diese zusätzlichen Informationen haben.</p>
<h4>Was tun mit mehr Wissen?</h4>
<p>In der praktischen Arbeit zeigt sich, dass die diagnostische Tiefe zunimmt, und dies allein ist für für viele interessierte Patient*innen schon ein großer Nutzen. Die therapeutischen Konsequenzen bleiben jedoch häufig ähnlich. Das liegt daran, dass sich anaerobe Bakterien nicht gezielt als Präparat zuführen lassen. Ihr Wachstum hängt in erster Linie von den Lebensbedingungen im Darm ab. Ziel einer Darmtherapie ist es daher meist, ein Umfeld zu schaffen, in dem diese Bakterien sich wieder vermehren können. Und das ist grundsätzlich eines der Ziele jeder Darmsanierung.</p>
<h4>Die üblichen Verdächtigen</h4>
<p>Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Ernährung. Ballaststoffreiche Lebensmittel liefern die Grundlage für die Bildung kurzkettiger Fettsäuren. Besonders relevant sind lösliche Ballaststoffe aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Beeren, Nüssen und Samen. Auch resistente Stärke, etwa aus abgekühlten Kartoffeln oder Reis, wird von anaeroben Bakterien bevorzugt genutzt. Zusätzlich zeigen sekundäre Pflanzenstoffe, wie sie in Beeren, grünem Tee oder Kakao vorkommen, günstige Effekte auf das Darmmilieu.</p>
<h2>Eigeninitiative ist immer gefragt</h2>
<p>Wer seine Darmgesundheit nachhaltig fördern möchte, sollte auch jene Faktoren berücksichtigen, die das bakterielle Gleichgewicht stören können. Ein hoher Zuckerkonsum, stark verarbeitete Lebensmittel, anhaltender Stress, Schlafmangel oder bestimmte Medikamente können das Wachstum günstiger Bakterien hemmen. In der ganzheitlichen Betrachtung der Darmgesundheit werden diese Aspekte daher immer mit einbezogen, unabhängig davon, wie detailliert die Stuhldiagnostik ausfällt.</p>
<h1>Und nun?</h1>
<p>Moderne PCR-Diagnostik kann helfen, Beschwerden, die mit dem Darm zusammenhängen, besser und tiefgreifender zu verstehen. Sie kann Hinweise liefern, wo das Gleichgewicht verschoben ist und welche Prozesse im Hintergrund ablaufen. In der Umsetzung bleibt jedoch entscheidend, dass Veränderungen Zeit brauchen und vor allem durch alltagstaugliche Maßnahmen unterstützt werden müssen. Die eigentliche Darmarbeit findet nicht im Labor statt, sondern im täglichen Zusammenspiel von Ernährung, Lebensstil und individueller Begleitung. Welche Stuhldiagnostik für Sie den besten Nutzen bietet, darüber sprechen wir in meiner Praxis.</p>
<h4>Rufen Sie mich also gerne an: 0157 83525216 oder 0681 97059594</h4>
<p>Hier noch etwas zum Weiterlesen:</p>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Otj1LLT3Lz"><p><a href="https://helga-wiesmann.de/2025/06/10/wann-ist-eine-darmsanierung-angeraten/">Wann ist eine Darmsanierung angeraten?</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wann ist eine Darmsanierung angeraten?&#8220; &#8211; Helga Wiesmann" src="https://helga-wiesmann.de/2025/06/10/wann-ist-eine-darmsanierung-angeraten/embed/#?secret=qhkIFSyXRt#?secret=Otj1LLT3Lz" data-secret="Otj1LLT3Lz" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p><strong data-start="96" data-end="140">Akkermansia muciniphila und Darmbarriere</strong><br data-start="140" data-end="143" />Diese aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass <em data-start="187" data-end="212">Akkermansia muciniphila</em> eng mit der Stabilität der Darmschleimhaut und einer geringeren Entzündungsneigung verbunden ist. Das Bakterium wirkt weniger isoliert, sondern als Teil eines funktionierenden Darmökosystems, das Barrierefunktion und Stoffwechsel unterstützt.<br />
<a href="https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2025.1484656/full?utm">https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2025.1484656/full?utm</a></p>
<p><strong data-start="729" data-end="780">Faecalibacterium prausnitzii und Butyratbildung</strong><br data-start="780" data-end="783" />Dieser Review beschreibt <em data-start="808" data-end="838">Faecalibacterium prausnitzii</em> als wichtigen Produzenten von Butyrat, einer zentralen Energiequelle für die Darmschleimhaut. Niedrige Werte werden häufig mit entzündlichen Darmerkrankungen und einem instabilen Darmmilieu in Verbindung gebracht.<br />
<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8365382/?utm">https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8365382/?utm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2026/01/30/was-moderne-stuhldiagnostik-ueber-den-darm-verraet/">Was moderne Stuhldiagnostik über den Darm verrät</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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		<title>Migräne und Lebensstil: Stress, Spannung und Rhythmus beeinflussen die Kopfschmerzschwelle</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2025/10/22/migraene-und-lebensstil-stress-spannung-und-rhythmus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 11:52:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Migräne entsteht selten im luftleeren Raum. Nach innen wirken Hormone, Histamin und Darm, wie in Teil 1 beschrieben. Nach außen greifen Stress, Alltag, Spannung, Schlaf, Rhythmus und Sinnesreize ein. Man kann sagen: Migräne Stress Spannung Rhythmus sind ein perpetuum mobile. Der Lebensstil spielt oft eine große Rolle. Das Migränehirn ist ein sensibles System, das auf  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/22/migraene-und-lebensstil-stress-spannung-und-rhythmus/">Migräne und Lebensstil: Stress, Spannung und Rhythmus beeinflussen die Kopfschmerzschwelle</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Migräne entsteht selten im luftleeren Raum. Nach innen wirken Hormone, Histamin und Darm, wie in Teil 1 beschrieben. Nach außen greifen Stress, Alltag, Spannung, Schlaf, Rhythmus und Sinnesreize ein. Man kann sagen: Migräne Stress Spannung Rhythmus sind ein perpetuum mobile. Der Lebensstil spielt oft eine große Rolle. Das Migränehirn ist ein sensibles System, das auf Schwankungen in nahezu jedem Bereich reagiert, ob körperlich, seelisch oder umweltbedingt. Wer seine persönlichen Muster versteht, kann die Anfallshäufigkeit oft deutlich verringern.</p>
<h4><strong>Der Stressrhythmus. Migräne nach der Anspannung</strong></h4>
<p>Stress gilt als einer der häufigsten Auslöser, doch das Entscheidende ist oft nicht die Belastung selbst, sondern der abrupte Wechsel danach. Viele kennen das Phänomen: Wochen voller Termine, dann endlich Wochenende. Und plötzlich kommt die Migräne. Dieser sogenannte „Let-down-Effekt“ beschreibt die Zeit, in der der Cortisolspiegel nach intensiver Anspannung rasch absinkt. Das vegetative Nervensystem reagiert darauf mit einer Art Gegenbewegung: Blutgefäße weiten sich, der Muskeltonus fällt ab, und die neuronale Erregbarkeit steigt. Das Gehirn, das zuvor im Hochbetrieb war, kann diesen plötzlichen Umschwung schwer regulieren.</p>
<p>Wie lässt sich das Stresssystem rhythmischer, balancierter führen, nicht in Extremen, sondern mit Übergängen? Regelmäßige Pausen, bewusste Atemzüge zwischen Aufgaben und kleine Rituale im Alltag stabilisieren das vegetative Gleichgewicht. Auch die üblichen Verdächtigen wie Entspannungsverfahren, die Atmung und Körperwahrnehmung einbeziehen, Yoga oder progressive Muskelentspannung, können die Schwankungen im Cortisolrhythmus abmildern.</p>
<h4><strong>Schulter, Nacken, Kiefer. Spannung nährt den Schmerz</strong></h4>
<p>Viele Migränepatient*innen kennen das Gefühl, als läge der Schmerz im Nacken oder ziehe von dort in den Kopf. Tatsächlich verlaufen in diesem Bereich Nervenverbindungen, die auf den Trigeminusnerv einwirken. Verspannte Muskeln im Nacken oder der Kaumuskulatur senden über Reflexbögen Signale an dieselben Schmerzbahnen, die auch bei Migräne aktiv sind. So können Fehlhaltungen, ständiger Blick nach unten auf das Handy oder langes Sitzen am Bildschirm die Reizschwelle senken.</p>
<p>Auch der Kiefer spielt eine unterschätzte Rolle. Pressen und Knirschen, oft unbewusst in Stressphasen, erhöhen die Muskelspannung im Gesicht und aktivieren den Trigeminusnerv zusätzlich. Eine physiotherapeutische oder zahnärztliche Abklärung kann helfen, solche Zusammenhänge aufzudecken. Schon einfache Entlastungsübungen oder eine Schiene zur Nacht können die Belastung senken.</p>
<p>Hilfreich ist auch ein gezieltes Training der tiefen Nackenmuskulatur und eine Haltung, die die Schultern entspannt. Kein starres Aufrechtsein, sondern eine bewegliche, atmende Aufrichtung tut sowohl Muskeln als auch Nervensystem gut.</p>
<h4><strong>Schlaf und Tagesrhythmus.  Das Gehirn liebt Regelmäßigkeit</strong></h4>
<p>Migränepatientinnen reagieren empfindlich auf Veränderungen. Das gilt besonders für den Schlaf. Sowohl Schlafmangel als auch Überschlaf können eine Attacke begünstigen. Entscheidend ist weniger die exakte Stundenzahl als der Rhythmus: zur gleichen Zeit zu Bett gehen, zur gleichen Zeit aufstehen, auch am Wochenende. Diese Konstanz hilft der inneren Uhr, den Stoffwechsel und die Hormonregulation stabil zu halten.</p>
<p>Abendliches Blaulicht, Lärm und späte Mahlzeiten verschieben die Ausschüttung von Melatonin und stören die Schlafqualität. Wer dazu neigt, profitiert von sanften Abendroutinen: gedämpftes Licht, kein Bildschirm in der letzten Stunde, leichte Bewegung oder ein warmes Fußbad. Auch ein Zubettgehritual, sei es noch so klein, wird vom Gehirn als Taktgeber registriert. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Vorhersagbarkeit. Das Gehirn mag es, zu wissen, wann Ruhe kommt.</p>
<h4><strong>Ernährung und Blutzuckerschwankungen</strong></h4>
<p>Gleichmäßigkeit auch beim Essen ist für Migränepatient*innen wichtig. Längere Essenspausen, stark schwankender Blutzucker und zu viel Kaffee können das Nervensystem reizen. Kleine, regelmäßige Mahlzeiten stabilisieren den Energiefluss und verhindern, dass der Blutzuckerspiegel stark abfällt.</p>
<p>Einigen Betroffenen hilft es, Koffein in einer konstanten, kleinen Menge zu halten, statt es tageweise ganz wegzulassen oder in Stressphasen zu steigern. Auch ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend: schon leichter Flüssigkeitsmangel kann Gefäßreaktionen begünstigen.</p>
<p>Ernährungsmedizinisch gibt es Hinweise auf positive Effekte bestimmter Nährstoffe. Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 gehören zu den am besten untersuchten. Sie unterstützen die Energieproduktion in den Nervenzellen und können die Häufigkeit der Attacken verringern, wenn sie regelmäßig eingenommen werden.</p>
<h4><strong>Bewegung bringt Rhythmus für Kreislauf und Nervensystem</strong></h4>
<p>Bewegung wirkt wie ein biologischer Puffer gegen Migräne. Moderate Ausdaueraktivität verbessert die Sauerstoffversorgung, reguliert Stresshormone und stärkt die Gefäßstabilität. Studien zeigen, dass regelmäßiges Training &#8211; etwa drei Einheiten pro Woche &#8211; die Anfallshäufigkeit ähnlich stark senken kann wie manche vorbeugenden Medikamente.</p>
<p>Wichtig ist das richtige Maß: zu intensive Belastung kann wiederum ein Trigger sein. Sanftes Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Yoga helfen, die innere Anspannung zu lösen, ohne das System zu überfordern. Entscheidend ist nicht die Sportart, sondern die Regelmäßigkeit und Freude an der Bewegung.</p>
<h4><strong>Reizflut und Nervensystem. Das Gehirn braucht Schutzräume </strong></h4>
<p>Das Migränehirn reagiert empfindlicher auf Sinnesreize als andere. Helles Licht, Lärm, Gerüche oder langes Starren auf den Bildschirm überfluten das Nervensystem. Diese Überlastung kann sich aufstauen, bis der Schmerz als Ventil folgt.</p>
<p>Im Alltag bedeutet das, Schutzräume zu schaffen: gute Beleuchtung ohne Flimmern, kurze Bildschirmpausen, Sonnenbrille bei grellem Licht, ruhige Räume zum Rückzug. Auch emotionale Reize zählen dazu. Ständige Erreichbarkeit, hohe Reizdichte, ununterbrochene Informationsflüsse erschöpfen das Gehirn ebenso wie physische Belastungen.</p>
<h4><strong>Wetter und Vegetation. Der Körper als Barometer</strong></h4>
<p>Viele Migränepatient*innen spüren den Wetterwechsel, bevor er sichtbar ist. Besonders bei fallendem Luftdruck oder abrupten Temperaturänderungen reagieren Gefäße und vegetatives Nervensystem empfindlicher. Das liegt daran, dass der Körper ständig versucht, seine Durchblutung und den Sauerstoffgehalt an die äußeren Bedingungen anzupassen. Wenn dieser Anpassungsmechanismus überfordert ist, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Attacke.</p>
<p>Auch hier gilt: Regelmäßigkeit hilft. Tägliche Bewegung an der frischen Luft, unabhängig vom Wetter, trainiert die Anpassungsfähigkeit. Ausreichendes Trinken, moderate Aktivität und bewusste Atemübungen stabilisieren den Kreislauf. Wetterfühligkeit ist keine Einbildung, sondern Ausdruck einer sensiblen Regulation. Wer den Körper auf wechselnde Bedingungen trainiert, nimmt ihm den Überraschungseffekt.</p>
<h4><strong>Migräne. Tricky und eine echte Herausforderung</strong></h4>
<p>Migräne Stress Spannung Rhythmus &#8211; mit Migräne zu leben, stellt eine Herausforderung dar. Zum einen sind da enorme Schmerzen, die bis an die Grenze des erträglichen reichen. Zum anderen die Schwierigkeit, das Leben so anzupassen, dass die Episoden weniger häufig auftauchen. Oftmals haben Patient*innen dann das Gefühl: „Ich darf ja garnichts mehr“. Als ginge die Lebensqualität verloren. Doch lohnt es sich, das Ganze einzukreisen gegebenenfalls kleine Maßnahmen zu finden, die nützlich sind. Beispielsweise kann es hilfreich sein, bei Blutzucker-induzierter Migräne abends vor dem Schlafengehen einen kleinen, fetten Imbiss zu nehmen: etwas Vollkornbrot, Lachs, Avocado.<br />
Voraussetzung dafür ist, sich selbst und die Trigger gut zu kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerne helfe ich Ihnen beim Sortieren: 0681 97059594</p>
<p>Hier finden Sie den ersten Teil: <a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/">Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.</a></p>
<p>zum Weiterlesen:<br />
<a href="https://www.dmkg.de/patienten/">https://www.dmkg.de/patienten/</a></p>
<p><a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/">https://www.schmerzgesellschaft.de/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/22/migraene-und-lebensstil-stress-spannung-und-rhythmus/">Migräne und Lebensstil: Stress, Spannung und Rhythmus beeinflussen die Kopfschmerzschwelle</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.</title>
		<link>https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helga Wiesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 15:47:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Migräne ist mehr als Kopfschmerz. Sie ist eine neurologische Reizverarbeitungsstörung, bei der Schmerznetzwerke im Kopf und Gesicht überaktiv werden. Bei Migräne spielen sowohl die Hormone als auch das Histamin eine Rolle. Doch zunächst: Ausgangspunkt vieler Attacken ist das Stammhirn, genauer gesagt der sogenannte Trigeminuskernkomplex. Von hier aus werden Signale über den Trigeminusnerv an die Gefäße  …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/">Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="198" data-end="739">Migräne ist mehr als Kopfschmerz. Sie ist eine neurologische Reizverarbeitungsstörung, bei der Schmerznetzwerke im Kopf und Gesicht überaktiv werden. Bei Migräne spielen sowohl die Hormone als auch das Histamin eine Rolle. Doch zunächst: Ausgangspunkt vieler Attacken ist das Stammhirn, genauer gesagt der sogenannte Trigeminuskernkomplex. Von hier aus werden Signale über den Trigeminusnerv an die Gefäße der Hirnhäute weitergeleitet, wo es zu einer Überaktivierung und Entzündungsreaktion kommen kann. Wenn diese Strukturen gereizt sind, entsteht der typische pochende Schmerz mit Übelkeit, Licht und Geräuschempfindlichkeit.</p>
<p data-start="741" data-end="1040">Das Gehirn von Migränepatientinnen und -Patienten reagiert grundsätzlich empfindlicher auf Reize und wechselt schneller zwischen Erregung und Erschöpfung. Diese besondere Sensibilität erklärt, warum äußere Faktoren wie Licht, Lärm oder hormonelle Schwankungen leichter eine Attacke auslösen können.</p>
<p data-start="1042" data-end="1461">Bei manchen Betroffenen kündigt sich eine Attacke durch eine Aura an. Dabei breitet sich im Gehirn eine langsam wandernde Welle aus, in der Nervenzellen kurzzeitig übererregt und danach erschöpft sind, ein Vorgang, den man kortikale Spreading Depression nennt. Diese Welle verändert die Durchblutung und macht das Gehirn vorübergehend besonders reizempfindlich. So entsteht der typische Auftakt vieler Migräneanfälle.</p>
<h4 data-start="1463" data-end="1523"><strong data-start="1463" data-end="1521">Hormone als Taktgeber: warum Zyklen eine Rolle spielen</strong></h4>
<p data-start="1525" data-end="2108">Viele Frauen berichten über Migräneattacken rund um die Menstruation. Der Rückgang des Östrogenspiegels kurz vor der Blutung scheint die Schmerzverarbeitung empfindlicher zu machen. Wer mit einem Zyklus- oder Kopfschmerztagebuch arbeitet, findet hier immer wieder klare Muster. Phasen mit stabilerem Hormonverlauf, etwa während einer Schwangerschaft oder nach Eintritt der Wechseljahre, gehen häufig mit weniger Attacken einher, was den Einfluss der Hormone unterstreicht. Entscheidend ist nicht allein der absolute Wert eines Hormons, sondern wie stark und wie schnell er schwankt.</p>
<h4 data-start="2110" data-end="2182"><strong data-start="2110" data-end="2180">Histamin, Darm und Zyklus: Mastzellen und Hormone spielen zusammen</strong></h4>
<p data-start="2184" data-end="2699">Migräne, Hormone und Histamin sind bei der Entstehung der Migräne gleichwertige Player. Histamin wirkt im Nervensystem und an Gefäßen. Gereifter Käse, Rotwein, fermentierte Speisen oder stark gereifte Wurstwaren können Migräne fördern. Bei manchen Menschen spielt eine verringerte Aktivität des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) eine Rolle. Aber oft ist der Zusammenhang auch komplexer. Niedrige DAO-Spiegel stehen jedoch häufig in Zusammenhang mit histaminvermittelten Beschwerden einschließlich Kopfschmerzen. Nicht jede Migräne lässt sich aber durch eine histaminarme Kost beeinflussen.</p>
<p data-start="2701" data-end="3083">Der Darm spielt dabei eine Schlüsselrolle. In seiner Schleimhaut sitzen zahlreiche Mastzellen, und genau dort wird auch ein Großteil der Diaminoxidase gebildet. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht oder die Schleimhaut unter Stress, kann die Histaminregulation zusätzlich ins Wanken geraten, ein weiterer Grund, warum Verdauungsbeschwerden und Migräne oft Hand in Hand gehen.</p>
<p data-start="3085" data-end="3932">Bestimmte Frauen erleben Zyklusphasen, in denen Histaminintoleranz und Migräneneigung gemeinsam zunehmen. In der zweiten Zyklushälfte und besonders während der Menstruation werden Mastzellen, die Histamin speichern und freisetzen, unter dem Einfluss hormoneller Veränderungen vermehrt aktiviert. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, entfällt sein dämpfender Einfluss auf die Mastzellen und sie setzen leichter Histamin frei. Gleichzeitig regt Histamin seinerseits die Bildung von Östrogen an. Normalerweise hält sich dieses Zusammenspiel gegenseitig in Balance. Kommt es jedoch zu einem raschen Östrogenabfall wie vor der Menstruation, gerät das System aus dem Gleichgewicht. Die Hemmung fällt weg, Histamin wird vermehrt ausgeschüttet und die Gefäße reagieren empfindlicher. Dies kann Auslöser stärkerer Migräneattacken in dieser Zyklusphase darstellen.</p>
<p data-start="3934" data-end="4301">Progesteron, das in der zweiten Zyklushälfte stabilisierend auf die Mastzellen wirken kann, fällt gegen Ende des Zyklus ebenfalls ab. Die gleichzeitige Abnahme beider Hormone kann Mastzellen empfindlicher und leichter aktivierbar machen und die Histaminfreisetzung erleichtern. Das führt zu erhöhter Gefäßreaktivität und stärkerer Entzündungsneigung, die typische Elemente einer Migräneattacke sind.</p>
<p data-start="4303" data-end="4753">Hinzu kommt, dass die Aktivität von Diaminoxidase selbst hormonabhängig zu sein scheint. Während der Menstruation sinkt ihre Wirksamkeit, insbesondere im Darm und in der Gebärmutterschleimhaut, sodass weniger Histamin abgebaut wird. Frauen mit ohnehin empfindlichem Darm oder vorhandener Histaminintoleranz erleben oft in diesen Tagen eine deutlich gesteigerte Symptomlast wie etwa stärkere Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Hautreaktionen.</p>
<p data-start="4755" data-end="5408">Dieses Zusammenspiel erklärt, warum Migräne, Menstruation und Histaminproblematik so eng verknüpft sind. Histamin ist nicht die alleinige Ursache, aber in einer ohnehin labilen hormonellen Phase kann es als Verstärker wirken. Als gezielte Maßnahmen bieten sich an: regelmäßige Mahlzeiten, Reduktion stark histaminreicher Lebensmittel in den Tagen vor und während der Blutung, ausreichend Schlaf, moderate Bewegung und Entlastung im Stresssystem. In manchen Fällen ist eine zeitlich begrenzte Einnahme von DAO Präparaten oder der Einsatz von natürlichen Mastzellstabilisatoren wie Quercetin oder Vitamin C denkbar, immer begleitet durch therapeutischen Rat.</p>
<h4 data-start="4755" data-end="5408">Rufen Sie mich an: 0681/97059594</h4>
<h2 data-start="4755" data-end="5408">Zum weiterlesen:</h2>
<p data-start="4755" data-end="5408">Grundlagen und aktuelle Empfehlungen zur Migräne finden sich auch bei der <a class="decorated-link cursor-pointer" target="_new" rel="noopener" data-start="730" data-end="809">Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft:</a> <a href="https://www.dmkg.de/patienten">https://www.dmkg.de/patienten</a></p>
<p data-start="4755" data-end="5408">sowie bei der Schweizer Kopfschmerzgesellschaft: <a href="https://www.headache.ch/fileadmin/user_upload/pdfs/Hormonelle_Migraene_Patienteninfo.pdf">https://www.headache.ch/fileadmin/user_upload/pdfs/Hormonelle_Migraene_Patienteninfo.pdf</a></p>
<p data-start="4755" data-end="5408">Und wer mehr über seine Darmgesundheit erfahren möchte, findet hier Impulse:<br />
<a href="https://helga-wiesmann.de/2017/07/03/zeit-fuer-einen-darmcheck/">https://helga-wiesmann.de/2017/07/03/zeit-fuer-einen-darmcheck/</a></p>
<p data-start="4755" data-end="5408">und der zweite Teil meiner Migränereihe:<a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/22/migraene-und-lebensstil-stress-spannung-und-rhythmus/"> https://helga-wiesmann.de/2025/10/22/migraene-und-lebensstil-stress-spannung-und-rhythmus/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://helga-wiesmann.de/2025/10/20/migraene-hormone-und-histamin-wie-alles-zusammenhaengt/">Migräne, Hormone und Histamin. Wie alles zusammenhängt.</a> erschien zuerst auf <a href="https://helga-wiesmann.de">Helga Wiesmann</a>.</p>
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