Die Kunst des Innehaltens

 

Heutzutage gibt es ja Apps für alles.  Auch für unsere Gesundheit, Fitness, Figur und Leistungsfähigkeit. Der Markt dafür wird beständig größer. Apps und Gruppen helfen uns den Tagesablauf, die Ernährung, die Herzfunktion und unsere Bewegungsabläufe genau zu kontrollieren. Wir werden angespornt um uns trimmen und immer mehr aus uns herauszuholen. Wir optimieren unsere „Performance“. Stets treiben wir uns an, beruflich und privat. Und wenn es sein muss, auch mit Nahrungsergänzungsmitteln, die ja ansonsten ganz harmlos sein sollen.

Wenn dieser Schuss mal nicht nach hinten losgeht!

Es kann ja sein, dass ich inzwischen in ein Alter komme, in dem die Welt nicht mehr so recht zu einem passt. Klar, ich mag neue Impulse nicht ausbremsen, in der Art der Bedenkenträger meiner Jugend, die immer meinten: „früher war alles besser“. Das Neue sei uns von ganzem Herzen willkommen – so es unserem inneren und äusseren Wohlstand und Frieden dient.

Ein paar Fragen mag ich im oben genannten Zusammenhang schon stellen:

  • Die Welt um uns herum entwickelt sich rasend schnell, Prozesse laufen in null-komma-nichts um die Welt. Unser Gehirn jedoch entwickelt sich wesentlich langsamer. Gibt es da irgendwann einen Punkt, wo diese beiden Geschwindigkeiten miteinander in Konflikt geraten?
  • Wie kann unser Körper es verdauen, wenn wir uns immer weiter antreiben. Funktioniert er nach dem Optimierungsprinzip oder laufen seine Vorgänge vielschichtiger und wesentlich komplexer ab?
  • Können wir ein Leistungsprinzip dauerhaft an unsere geistige, körperliche und seelische Gesundheit anlegen?
  • Wo bleiben bei alledem Genuss, Freude, Ausgelassenheit und innerer Frieden?

Natürlich, mit einem gerüttelt Maß an Stress und Adrenalin im Blut fühlt sich der Homo Sapiens 2018 ziemlich wohl. Weil dies unserem Leistungstrieb entspricht: wir fühlen uns schnell und fit, haben Antrieb und laufen zielgerichtet durch unseren Tag. Doch genau dieses „Mehr“ an Adrenalin (und anderen hormonellen Antreibern) ist auf Dauer gesehen einfach nicht gesund. Nicht zuletzt unser Verdauungsapparat leidet darunter. Und hier findet sich auch die Schnittstelle zu Geist und Seele: Wir können unser Leben nicht mehr verdauen. Wenn wir uns dann irgendwann erschöpft weinend und nicht mehr aufhören könnend wiederfinden, dann ist der Burnout da.

Ich schreibe diesen Artikel weil ich den inneren Einpeitscher (so nenne ich ihn) überall sehe. Im Kollegenkreis, im Patientenkreis, im Freundeskreis und natürlich immer wieder auch bei mir. Häufig habe ich das Gefühl, die Menschen bekommen zuweilen fast keine Luft mehr! Und dann werden selbst Dinge, die uns eigentlich regenerieren sollten, zum Stressor.

  • Sport. Muss ich noch.
  • Mit dem Hund. Muss ich noch.
  • Abnehmen. Muss ich noch.
  • …diese Liste können Sie gerne selbst weiter ausführen…

Das erste, was ich mir selbst in diesem Zusammenhang abgewöhnt habe, ist das Wort „müssen“. Ich ersetze es durch: mögen, können, dürfen, wollen, tun. Und ich kann Ihnen sagen: das macht etwas aus. Zunächst einmal merkte ich, wie oft ich „müssen“ dachte und sagte. Eine scheinbar kleine Sache. Doch es war richtige Arbeit, das umzuwandeln. Und siehe da: es entspannte mich deutlich, meine Haltung den Dingen gegenüber änderte sich. Und wenn ich heute zuweilen noch: „muss“ sage, und keinen Ersatz finde, dann ist etwas faul an der Sache.

Ich glaube wirklich, wir selbst und unsere Welt brauchen mehr Softskills als Antreiber. Wertschätzung, die wir einander schenken. Eine überzogene Mittagspause. Ein verbummelter Samstagvormittag. Ein Theaterticket verfallen lassen. Mal wieder ausgiebig schmusen. Untätig auf dem Sofa sitzen. Aufs Meer schauen. In den Wald gehen. Nichts. Tun.

In diesem Sinne wird mein nächstes Reiseangebot für Lanzarote den Titel tragen:

„Die Kunst des Innehaltens“.

Ich werde Sie gut begleiten und alle Ihre Themen sind willkommen. Es wird eine Woche zum Baden in der Natur, zum Genuss und „runterkommen“. Ankommen bei sich selbst und von diesem Ort aus weiterschauen.

Wer den Fragen nach innerer Ausrichtung für 2019 (und weiter) nachgehen möchte, erhält alle verfügbare Unterstützung. Wer die Zeit nutzen möchte um Impulse für die Gesundheit zu erhalten, wer Gewicht reduzieren oder gar das Rauchen aufgeben möchte, hat mich als bewährte Heilpraktikerin ganz an der Seite. Das Ganze geschieht in Ruhe und Gelassenheit. Die Techniken zur Stressbewältigung, Yoga und Bewegung gehören natürlich wie immer dazu.

Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie Interesse haben: 0681/97 05 95 94.

Der Termin wird im Februar/März 2019 sein. Die Teilnahme berechne ich mit 450 Euro pro Kopf (Zusatzleistungen wie Rauchentwöhnung oder Massagen gehen extra). Wenn Sie zu zweit teilnehmen möchten, bezahlen Sie gemeinsam 800 Euro. Unterkunft, Mietwagen und Flug kommen noch dazu.

Die Gruppe sollte sechs Personen umfassen, nicht mehr und auch nicht weniger.

 

 

 

Von | 2018-10-11T14:20:38+00:00 11. Oktober 2018|Kategorien: Allgemein, Darm|0 Kommentare

Über die Autorin:

Schreibe einen Kommentar