Wie Sie Ihre Darmflora mit Probiotika unterstützen

In unserem Körper tummeln sich zehn mal mehr Bakterien als Zellen, wussten Sie das? Sie leben mit uns in Symbiose und bilden unsere

Darmflora

Wir sind sozusagen ihr „Heimatplanet“ und dafür, dass Sie bei uns zuhause sein dürfen, tun sie auch einiges für uns. Sie sind sozusagen Nutztiere. Die meisten befinden sich im Darm. Es sind Billionen Bakterien die uns vor Krankheiten schützen, Übergewicht verhindern und auch unser Gemüt beeinflussen. Ohne diese Darmflora (oder auch: Mikrobiom) wären wir wahrscheinlich nicht funktionsfähig.

Das „Starterkit“ unserer Darmflora übernehmen wir bei der Geburt von unserer Mutter und bilden es dann im Laufe der Jahre aus und auch um. Es ist nicht statisch sondern veränderbar, beeinflusst zum Beispiel durch die Ernährung und Medikamenteneinnahmen. Unglaublich viele unterschiedliche Bakterienstämme arbeiten sozusagen Hand in Hand und manche Forscher gehen inzwischen davon aus, dass unsere Darmflora im Grunde genommen ein eigenes Organ darstellt. Und so wie auch Herz, Lunge und Nieren kann auch unsere Darmflora „krank“ werden.

Wir merken dies unter Anderem durch

  • Antriebslosigkeit
  • Hautunreinheiten
  • Darmproblemen, Blähungen, Krämpfen… „Reizdarm“
  • Depressionen
  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Gewichtszunahme
  • Infektanfälligkeit
  • chronische Entzündungen

Und was machen Probiotika?

Wir können unsere Darmflora mit Probiotika, Präbiotika oder einer Kombination von beiden unterstützen. Dies ist in der Regel auch sinnvoll. In meiner Praxis veranlasse ich sehr viele Stuhlproben und bislang ist mir sehr selten ein Befund zugeschickt worden der eine ausbalancierte Darmflora anzeigt. Ein bißchen ist es wie in einer WG: wenn einer sich zu sehr zurückzieht dann macht sich der andere breit.

Und genau dies wird durch ein gutes Probiotikum bereinigt.

Sie erkennen ein gutes Probiotikum daran, dass es recht viele probiotische Stämme enthält. Zehn bis fünfzehn dürfen es schon sein und eine Mischung aus Laktobazillen und Bifidobakterien. In der Regel sind die Kulturen Die Menge oder Wirksamkeit wird nicht in Gramm gemessen, sondern in der Aktivität der Stämme. So sind Aktivitäten ab 4×10^9 kbE (= 4 Milliarden koloniebildende Einheiten) angemessen und auch schon ausreichend hoch.

Achten Sie gegebenenfalls auch auf den Trägerstoff: Mancher Leute Bauch muss sich erst an Inulin gewöhnen oder braucht einen anderen Trägerstoff. Wenn Sie Unverträglichkeiten wie Fruktose-, Laktose- oder Histaminintoleranz haben dann lassen Sie sich gerne beraten bei der Wahl des Probiotikums. So stellen Sie sicher, dass die Beschwerden im Bauch nicht sogar noch zunehmen.

Die Forschung zu Probiotika, Darmflora, Mikrobiom ist jedoch eigentlich noch in den Kinderschuhen. Man beginnt gerade zu begreifen, welch große Bedeutung diese Themen für unsere Gesundheit haben. In der Zukunft werden sicherlich Probiotika entwickelt werden, die sehr spezifisch für bestimmte Erkrankungen, mal mit extrem hoher Diversität, mal ganz gezielt nur mit einem oder zwei Stämmen, mal mit hoher und mal mit weniger hoher Aktivität ihre Arbeit tun. Sie können sich auch heute schon ein auf Sie abgestimmtes Probiotikum fertigen lassen. Es ist nur sehr wenig teurer als ein „Breitband-Probiotikum“ und in bestimmten Fällen sehr hilfreich.

Haben Sie dazu Fragen?

Dann sprechen Sie mich gerne an: 0681/97059594 oder 0157/83525216

Noch eine kurze Notiz für Ihren Kühlschrank:

Natürlich ist die Nutzung von Probiotika kein Ersatz für eine gesunde Ernährung! Achten Sie gut auf sich und nutzen Sie ein Probiotikum zusätzlich als Nahrungsergänzung.

Und wenn Sie mehr über Nahrungsmittelunverträglichkeiten wissen möchten, dann klicken Sie gerne hier:

Fruktoseintoleranz: Und nu?

 

 

 

Von | 2018-01-20T15:07:30+00:00 15. Januar 2018|Kategorien: Abnehmen, Darm|0 Kommentare

Über die Autorin:

Schreibe einen Kommentar